Criollo im Allgäu, Links
Criollos, das Gaucho-Pferd
meine Criollos

Der CRIOLLO stammt von Berbern und iberischen Pferden ab, die im 16. Jhdt. durch die spanischen Eroberer an die Ostküste des heutigen Argentiniens kamen. In rund 300 Jahren unterlagen diese vorwiegend wild in der Pampa lebenden Pferde einer natürlichen Selektion. So entstand der durch harte Bedingungen geprägte CRIOLLO, ein kleines, kompaktes, außerordentlich widerstandsfähiges Pferd von meist mausgrauer oder falbiger Färbung,

So wurden 1925 die CRIOLLOS weltweit bekannt: Der Schweizer Lehrer A.F.Tschiffely durchritt mit den beiden am Start schon 15- und 16-jährigen CRIOLLOS Gato und Mancha, die ihm von Dr. Solanet zur Verfügung gestellt waren, den gesamten Kontinent von Buenos Aires nach Washington! Welch eine Leistung! Die beiden CRIOLLOS überstanden diesen Ritt durch verschiedene Klimazonen und über extreme Höhen unbeschadet und wurden beide auf Solanets Estanzia über 30 Jahre alt.
Der CRIOLLO ist als trittsicheres, wendiges und nervenstarkes Reitpferd der ideale Partner des südamerikanischen Cowboys, des Gauchos. Ganz besonders schätzt der Gaucho die außerordentliche Ausdauer der CRIOLLOS, die täglich bei der Rancharbeit eingesetzt werden.
Der Rassestandard wurde von der Internationalen Föderation der CRIOLLO-Zuchtverbände (Federacion Intemacional de Criadores de CRIOLLOS) beschlossen und ist festgehalten in dem Standardwerk der CRIOLLO-Zucht "CRIANDO CRIOLLOS" von R.C. Dowdall. Demnach hat der CRIOLLO einen Kopf mit geradem bis leicht konvexem Profil, einen starken Hals, eine kräftige, breite und tief angesetzte Brust, die Rückenlinie ist relativ gerade, die Kruppe rund mit tiefem Schweifansatz; er hat ein stabiles Fundament, ist kräftig bemuskelt und die Hufe sind klein und hart. Die ldealgröße liegt bei 1,44 Meter, zugelassen sind Abweichungen von 1,38 bis maximal 1,50 Meter, wobei jedoch empfohlen wird, 1,48 m nicht zu überschreiten (Stuten 2 Zentimeter weniger). Die Kruppe soll gut gerundet, aber nicht voluminös sein.

Der Schweif ist tief angesetzt und gut zwischen den Schenkeln eingebettet. Er muss sehr viele und sehr kräftige Haare haben. Wenn das Pferd aufgeregt läuft, darf der Schweif nicht hoch gestellt sein.

CRIOLLOS haben nur relativ wenig Behang an den Beinen. Er darf sich auf keinen Fall weit über das Röhrbein bzw. den Mittelfuß und auch nicht an den Seiten hochziehen (Kaltblut). Die Hufe dürfen nicht zu groß sein und seitlich wenig Neigung haben, d.h. die Sohle ist relativ klein. Der Kronrand ist wenig erhaben.

Herkunft: Südamerika (Argentinien, Uruguay, Chile, Brasilien, Paraguay

Größe: 1,38 m bis maximal 1,50 m

Farben: alle Farben, häufig Falben mit Aalstrich, Overo-Scheckung

Gebäude: Kopf mit geradem bis leicht konvexem Profil, starker Hals, kräftige, breite, tief angesetzte Brust, relativ gerade Rückenlinie, runde Kruppe mit tiefem Schweifansatz, stabiles Fundament, kräftige Bemuskelung, kleine,harte Hufe

Merkmale: zäh, genügsam, ausdauernd, wendig, extrem trittsicher

Eignung: Freizeit-, Distanz- und Wanderreiten, Westernreiten und Rinderarbeit

                             vor allem aber Partner fürs Leben